Beleihungswert

Was bedeutet Beleihungswert?

Der Beleihungswert ist ein Begriff, der im Zusammenhang mit der Finanzierung von Immobilien verwendet wird. Er bezeichnet den geschätzten Wert einer Immobilie, der als Grundlage für die Kreditvergabe oder Beleihung dient.

Der Beleihungswert wird von einem Sachverständigen oder Gutachter ermittelt, der den aktuellen Marktwert der Immobilie unter Berücksichtigung verschiedener Faktoren wie Lage, Zustand, Größe und Nutzungsmöglichkeiten bewertet. Dabei wird der Beleihungswert in der Regel konservativ geschätzt, um ein angemessenes Risiko für den Kreditgeber zu gewährleisten.

Der Beleihungswert spielt eine entscheidende Rolle bei der Kreditvergabe oder Beleihung, da er dazu dient, das Risiko für den Kreditgeber zu begrenzen. In der Regel wird nur ein bestimmter Prozentsatz des Beleihungswerts als Kredit oder Beleihung gewährt, wobei dieser Prozentsatz als Beleihungsgrenze oder Beleihungsauslauf bezeichnet wird. Je höher der Beleihungswert im Verhältnis zum Darlehensbetrag ist, desto geringer ist das Risiko für den Kreditgeber.

Es ist wichtig anzumerken, dass der Beleihungswert nicht mit dem Verkehrswert oder dem Kaufpreis der Immobilie identisch ist. Der Verkehrswert ist der Preis, zu dem die Immobilie am Markt verkauft werden könnte, während der Beleihungswert eine spezifische Einschätzung für die Finanzierungszwecke darstellt.

Wichtige Begriffe:

  • Kreditvergabe: Die Gewährung eines Kredits oder Darlehens durch einen Kreditgeber an einen Kreditnehmer.
  • Beleihungsgrenze: Der maximale Prozentsatz des Beleihungswerts, der als Kredit oder Beleihung gewährt wird.
  • Kreditgeber: Eine Person, Institution oder Bank, die Geld verleiht und Zinsen für den Kredit erhält.

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