Erbpacht

Was bedeutet Erbpacht?

Die Erbpacht ist ein Rechtsinstitut, bei dem der Erbpächter das Recht erhält, ein Grundstück für eine bestimmte Dauer zu nutzen und zu bebauen, ohne das volle Eigentum daran zu besitzen. Der Eigentümer des Grundstücks, auch Erbbaurechtsgeber genannt, überlässt das Grundstück dem Erbpächter gegen Zahlung eines regelmäßigen Entgelts, der Erbbauzins genannt wird.

Im Gegensatz zum Erbbaurecht, bei dem das Nutzungsrecht an einem Grundstück aufgebaut ist, gewährt die Erbpacht ein zeitlich begrenztes Nutzungsrecht. Der Erbpachtvertrag regelt die Rechte und Pflichten sowohl des Erbpächters als auch des Erbbaurechtsgebers.

Der Erbpachtvertrag legt die Dauer der Erbpacht fest, die in der Regel über einen längeren Zeitraum, oft Jahrzehnte, vereinbart wird. Während dieser Zeit hat der Erbpächter das Recht, das Grundstück zu bebauen, zu nutzen und von den Erträgen zu profitieren. Der Erbpächter trägt jedoch auch die Verpflichtung, den Erbbauzins an den Erbbaurechtsgeber zu zahlen und das Grundstück entsprechend den vertraglichen Vereinbarungen zu pflegen und instand zu halten.

Nach Ablauf der Erbpacht kann der Erbpachtvertrag in der Regel verlängert werden, sofern beide Parteien zustimmen. Alternativ kann der Erbpächter das Grundstück räumen und alle auf dem Grundstück errichteten Gebäude hinterlassen.

Wichtige Begriffe:

  • Erbbauzins: Die regelmäßige Zahlung, die der Erbpächter an den Erbbaurechtsgeber für die Nutzung des Grundstücks leistet.
  • Erbbaurecht: Ein besonderes Nutzungsrecht an einem Grundstück, das dem Erbbauberechtigten das Recht gibt, auf dem Grundstück ein Bauwerk zu errichten und zu nutzen.
  • Grundstück: Ein abgegrenzter Teil der Erdoberfläche, der im Eigentum einer Person oder einer juristischen Person steht.

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