Ertragswert

Was bedeutet Ertragswert?

Der Ertragswert ist ein Begriff, der in der Immobilienbewertung verwendet wird, um den Wert einer Immobilie basierend auf den zukünftig erwarteten Einnahmen aus der Nutzung zu ermitteln. Er wird insbesondere bei der Bewertung von vermieteten Gewerbe- und Wohnimmobilien angewendet.

Der Ertragswert beruht auf der Annahme, dass der Wert einer Immobilie durch die erzielbaren Erträge bestimmt wird. Dabei wird der zukünftige Nettoertrag, der aus der Vermietung oder Nutzung der Immobilie erwartet wird, auf den Bewertungsstichtag diskontiert. Der Diskontierungssatz spiegelt die Risiken und Chancen der Investition wider und berücksichtigt unter anderem die Zinsen, Inflation und Marktentwicklung.

Um den Ertragswert einer Immobilie zu berechnen, werden verschiedene Faktoren berücksichtigt, wie zum Beispiel die erzielbare Miete, die Restnutzungsdauer, Instandhaltungskosten, Mietausfallrisiken und weitere finanzielle Aspekte. Die genaue Berechnungsmethode kann je nach Land und regionalen Gegebenheiten variieren.

Der Ertragswert dient als Grundlage für verschiedene Bewertungsverfahren, wie beispielsweise das Ertragswertverfahren oder das Discounted-Cashflow-Verfahren. Diese Verfahren werden eingesetzt, um den Marktwert von Immobilien zu ermitteln, insbesondere bei Anlageimmobilien, bei denen der Ertrag eine wichtige Rolle spielt.

Wichtige Begriffe:

  • Immobilienbewertung: Die Schätzung des Werts einer Immobilie basierend auf verschiedenen Faktoren und Bewertungsmethoden.
  • Diskontierungssatz: Der Zinssatz, der verwendet wird, um zukünftige Zahlungen auf den Bewertungsstichtag abzuzinsen und den Gegenwartswert zu ermitteln.
  • Ertragswertverfahren: Eine Methode zur Immobilienbewertung, bei der der Wert einer Immobilie anhand der erwarteten Erträge aus der Nutzung berechnet wird.

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