Grundflächenzahl

Was bedeutet Grundflächenzahl?

Die Grundflächenzahl ist eine Kennzahl, die in der Bauleitplanung und Baurecht Anwendung findet. Sie gibt an, welcher Anteil eines Grundstücks maximal mit Gebäuden überbaut werden darf. Die Grundflächenzahl wird auch als GRZ abgekürzt und ist eine wichtige Vorgabe bei der Bebauung von Grundstücken.

Die Grundflächenzahl wird in Form eines Dezimalbruchs angegeben, zum Beispiel 0,4 oder 0,8. Ein Wert von 0,4 bedeutet, dass höchstens 40% der Grundstücksfläche bebaut werden dürfen. Die restliche Fläche muss frei bleiben oder für andere Zwecke wie Grünflächen, Zufahrten oder Stellplätze genutzt werden.

Die Festlegung der Grundflächenzahl erfolgt durch die örtliche Bauleitplanung, insbesondere den Bebauungsplan. Der Bebauungsplan legt für ein bestimmtes Gebiet oder eine konkrete Baufläche die zulässige Grundflächenzahl fest. Dabei werden unter anderem die städtebaulichen Ziele, die vorhandene Infrastruktur und das umgebende Gebiet berücksichtigt.

Die Einhaltung der Grundflächenzahl ist von großer Bedeutung, um eine ausgewogene Bebauung und eine angemessene Versorgung mit Freiflächen sicherzustellen. Sie dient dem Schutz von Wohn- und Lebensqualität, dem Erhalt von Grünflächen sowie der Vermeidung von Überbauung und Verdichtung.

Wichtige Begriffe:

  • Bauleitplanung: Die planerische Steuerung und Regelung der städtebaulichen Entwicklung einer Gemeinde durch Flächennutzungspläne und Bebauungspläne.
  • Bebauungsplan: Ein verbindlicher Plan, der die Art und Weise der baulichen und sonstigen Nutzung von Grundstücken in einem bestimmten Gebiet festlegt.
  • Grundstück: Ein abgegrenzter Teil der Erdoberfläche, der rechtlich als eigenständiges Objekt betrachtet wird.

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